PIK Consulting - Prozessorientiertes Krankenhaus

Stationsleitung als Prozesstreiber



Stationsleitung als ProzesstreiberDie Stationsleitung als Prozesstreiber ist die Schlüsselfigur für ein erfolgreiches prozessorientiertes Krankenhaus, da sie alle Abläufe intern und extern auf einer Station koordiniert. Damit die Prozesse laufen, muss die Leitung in der Lage sein, Stationsabläufe zu koordinieren und Mitarbeiter als Führungskraft zu begleiten und zu entwickeln. Der Erhalt ihrer pflegerischen Fachlichkeit ist dabei eine wichtige Voraussetzung.

Im herkömmlichen und jahrelang funktionierenden System einer mehr oder minder tätigkeitsorientierter Pflege war die Stationsleitung als Ansprechpartner der Dreh- und Angelpunkt für alle Belange auf der Station. Alle wichtigen pflegerischen Entscheidungen liefen über sie. Sie hatte auf alle Fragen eine Antwort und konnte jedes Problem lösen. Mit der Einführung der „Primären Pflege“ sind die Leitungen ganz schnell mit wichtigen und entscheidenden Führungsfragen konfrontiert, die mit dem bisherigen Führungsverhalten schwer zu lösen sind. Nicht nur muss die Stationsleitung ihre Mitarbeiter durch einen schwierigen Veränderungsprozess führen, sondern sie wird ihre Mitarbeiter kontinuierlich und zielgerichtet begleiten und fördern, damit diese ihre pflegefachlichen Kompetenzen erweitern und eine Prozessverantwortung als Fallmanager wahrnehmen können.

Stationsleitungen müssen an dieser Stelle abgeholt und professionell begleitet werden. Es müssen ihnen Führungsinstrumente bereitgestellt  und ihnen ein Forum eingerichtet werden, in dem sie die Handhabung der Werkzeuge erlernen und reflektieren können. Dieser Veränderungsprozess der Stationsleitungen ist der wichtigste Schritt, um die pflegerische Professionalität und Eigenverantwortung der Pflegenden zu fördern. Wenn die Stationsleitung verstanden hat, um was es geht, dann verstehen es auch ihre Mitarbeiter.

Eine Beratung und Begleitung im Rollenveränderungsprozess der Stationsleitung ist eine wichtige strategische Entscheidung. Sie soll nicht nur als Prozesstreiber in der Primären Pflege erfolgreich sein, sondern sich auch als Führungskraft mit dem neuem Aufgabenprofil identifizieren können.