Patienten, die als Notfall oder liegend ins Krankenhaus kommen, werden über die Notaufnahme geleitet. Die ärztliche Notversorgung erfolgt in der Notaufnahme. Die administrative Aufnahme und Anlaufstelle für die Angehörigen wird an einer offenen, rund um die Uhr von speziell ausgebildeten administrativen Mitarbeitern besetzten Leitstelle unter Wahrung des Datenschutzes durchgeführt. Von hier aus besteht ständiger Sichtkontakt zu den Notfallpatienten und deren Angehörigen im Wartebereich. Diese erhalten das Gefühl, sofort angenommen und auch mal bei Wartenzeiten nicht vergessen zu werden. Zudem gelingt durch die administrative Aufnahme eine höhere Datenvalidität.
Der aufnehmende Arzt in der Notaufnahme bereitet den Patienten für die Weiterbehandlung auf der Station vor und hält mit dem ZBM Rücksprache, auf welche Station der Patient kommen soll. Falls notwendig wird der Patient auf die Intensivstation oder IMC weitergeleitet.
Es gibt keine Betten führende Aufnahmestation, sondern eine ressourcenschonende Aufnahmeeinheit für Notfallpatienten, in der die Behandlungsdiagnose des Patienten gestellt wird, bevor der Patient auf die weiterbehandelnde Station verlegt wird. Ein Patient soll nicht länger als 6h in dieser Einheit verbleiben.
Damit eine optimale Patientendurchlaufsteuerung erfolgen kann, ist es absolut notwendig, den elektiven Aufnahmebereich vom Notfallbereich zu trennen. Da ein Notfall immer sofort alle Ressourcen bindet, ist eine adäquate Behandlung der elektiven Patienten nicht gewährleistet und mit Wartezeiten verbunden. Außerdem ist es für einen elektiven Patienten, der in der Regel angstbehaftet ist, nicht angenehm, mit Notfallsituationen konfrontiert zu werden.